Studie: Wirksamkeit von potenziertem Östrogen bei Endometriose

Die herkömmliche Therapie bringt Endometriose-Erkrankten nicht in jedem Fall eine ausreichende Linderung. Daher untersuchte eine neue Studie die Wirksamkeit von potenziertem Östrogen, einem homöopathischen Präparat. Die Ergebnisse sind erstaunlich.

Homöopathie als Alternative bei Endometriose

Von Endometriose, einer gutartigen Wucherung der Gebärmutterschleimhaut innerhalb des Menstruationszyklus, sind Schätzungen zufolge etwa 10 bis 15 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind nicht geklärt, eine Kausaltherapie existiert daher bislang nicht. Vielmehr werden nur die Symptome behandelt, weshalb eine Behandlung im Wesentlichen die Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika (darunter auch Ibuprofen) sowie eine hormonelle Hemmung der weiblichen Periode beinhaltet. Als letztes Mittel gilt die operative Entfernung bzw. Zerstörung der unerwünschten Schleimhautwucherungen. Sämtliche Therapieoptionen können sich langfristig äußerst negativ auswirken. Eine effektivere Behandlungsweise mit weniger Nebenwirkungen würde die Versorgung von Endometriosepatientinnen hingegen deutlich verbessern.

Ablauf der Studie

In der eingangs erwähnten, randomisierten und placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde untersucht, wie wirksam potenziertes Östrogen bei Endometriose ist. Insgesamt nahmen 50 Frauen im Alter von 30 bis 40 Jahren teil, bei denen die herkömmliche Therapie mit Medikamenten bislang nicht bzw. nur unbefriedigend gewirkt hatte. Es erfolgte eine Aufteilung in zwei Gruppen nach dem Zufallsprinzip. Den Probandinnen der ersten Gruppe wurde über insgesamt 24 Wochen ein Östrogen in unterschiedlichen Potenzstufen verabreicht. Die andere Gruppe erhielt ein Placebopräparat. Alle Patientinnen nahmen die Tropfen zweimal täglich ein. Bestehende Standardtherapien wurden bei allen Teilnehmerinnen unverändert fortgesetzt.

Studienergebnisse

Während der Studie wurden Häufigkeit und Intensität des endometrioseassoziierten Beckenschmerzes regelmäßig aufgezeichnet. Gemessen wurde auch die Beeinträchtigung durch Menstruationsschmerzen. Die krankheitsbezogene Lebensqualität wurde anhand standardisierter Fragebögen erhoben. Bereits nach acht Wochen zeigten sich Veränderungen: In der Homöopathiegruppe war eine deutliche Reduzierung des Beckenschmerzes zu beobachten. In der Placebogruppe fand hingegen keine erwähnenswerte Veränderung statt. Über die gesamte Studiendauer hinweg reduzierten sich die Beschwerden weiter. Im Endeffekt wurde eine Verbesserung der endometriosebedingten Schmerzen um etwa 29 Prozent erreicht. Auch im Bereich der Menstruationsbeschwerden und Depressionssymptome konnten klinisch relevante Effekte der Therapie gemessen werden.

Insgesamt machen die Studienergebnisse Hoffnung, da sich deutlich zeigte, dass sich potenziertes Östrogen positiv auf Endometriosepatientinnen auswirkt. Nochmals zu erwähnen ist hierbei auch, dass die homöopathische Intervention wirkte, wohingegen die Standardtherapie keine ausreichende Linderung für die Probandinnen brachte.

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