Was bedeutet es, Endometriose zu haben?

Es ist kaum bekannt: Fast jede zehnte Frau leidet hierzulande unter Endometriose. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland sechs Millionen Betroffene. Jährlich erkranken über 40.000 Frauen neu. Die Krankheit wird demnach völlig unterschätzt. Für Betroffene entstehen jedoch zahlreiche negative Folgen. Vordergründig leiden sie unter starken körperlichen Beeinträchtigungen. Jedoch wirkt sich die Erkrankung naturgemäß auch negativ auf den seelischen Zustand und das soziale Umfeld aus. Im Durchschnitt vergehen sechs bis zehn Jahre, bis eine korrekte Diagnose erfolgt. Der Grund ist häufig schlicht Unwissenheit. So werden oft jahrelang Fehldiagnosen gestellt, was mit unwirksamen Therapieansätzen einhergeht.

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die unterschiedlichste Erscheinungsformen hat. Auch die Auswirkungen sind bei jeder Betroffenen, abhängig von der aktuellen Lebensphase, vielfältig und individuell. Das Spektrum ist breit und reicht vom unerfüllten Kinderwunsch junger Frauen bis hin zu Schmerzen in den Wechseljahren. Die Schmerzen können bei manchen Erkrankten gar bis zur Ohnmacht führen, bei anderen wiederum treten kaum oder gar keine Beschwerden auf.

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