Endometriose: Weiterhin keine Investitionen in Ursachenforschung erkennbar

In unserer aktuellen Kommunikation mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird suggeriert, dass im Bereich Endometriose durchaus Maßnahmen seitens des Bundes durchgeführt werden. Projekte mit konkretem Nutzen für Betroffene lassen sich aus unserer Sicht jedoch nur schwer erkennen.

Maßnahmen beschränken sich auf Therapie und Medikation

Unlängst haben wir beim BMBF die Frage platziert, welche Forschungsmaßnahmen im Bereich Endometriose durchgeführt wurden und geplant sind. In einem Antwortschreiben teilt uns das Ministerium mit, dass in der Vergangenheit bereits Forschungsprojekte zum Thema Endometriose gefördert wurden. So befasste sich eine Studie laut BMBF beispielsweise mit den Versorgungswegen von Endometriose-Patientinnen im deutschen Gesundheitssystem. Das Ziel sei es gewesen, Ansatzpunkte für die Verbesserung der Versorgungslage zu erarbeiten. Weitere Projekte seien derzeit nicht für eine Förderung vorgesehen.

Leider geht aus den Formulierungen weder hervor, wer diese Studie durchgeführt hat, noch wo sie einzusehen ist. Wir werden dies noch erfragen. Unabhängig davon zeigt die Antwort des Ministeriums, dass im Bereich Endometriose nur wenige Maßnahmen durchgeführt werden und sich diese auf die Bereiche Therapie und Versorgung beschränken. Investitionen in eine dringend notwendige Ursachenforschung erfolgen aktuell nicht und sind auch nicht geplant.

Das BMBF betont zudem, dass es für Grundlagenforschung nicht zuständig sei. Dies würde in den Zuständigkeitsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fallen. Auch dort werden wir also nachhaken und informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Petition kann neue Impulse geben

Endometriose-Erkrankte haben mittlerweile Zugriff auf zahlreiche Ratgeber-Broschüren, Bücher und sonstige Informationen im Netz. Auch hier dreht sich alles um Therapie und Medikation, weshalb Betroffene kaum neue Erkenntnisse gewinnen können. Verwunderlich ist dies allerdings nicht, denn ohne neue Projekte können Publikationen nur den aktuellen Stand der Forschung wiedergeben.

Aktuell besteht jedoch die Möglichkeit, diese unbefriedigende Situation aktiv zu verändern. Die Rede ist von unserer Petition, in der wir eine flächendeckende Aufklärung zur Endometriose fordern. Sie kann hier noch bis zum 16. April 2018 mitgezeichnet werden. Hat die Aktion Erfolg, kann Endometriose endlich aus ihrem Schattendasein befreit werden. Darüber hinaus würde der Druck auf die zuständigen Institutionen steigen, aktiv zu werden. Wir bitten daher nochmals dringend darum, die Petition mitzuzeichnen und den Link an einen breiten Empfängerkreis weiterzuleiten.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich leide selbst unter Endometriose.
    Wenn man durch forschung erreichen könnte das es nicht noch mehr Mädchen und Frauen bekommen sollte doch alles dafür getan werden.

  2. Das wäre super mehr zu Ursachen von Endometriose zu erfahren.